
Ungewissheit über die Durchsetzbarkeit des bevorstehenden THC-Verbots für Hanfprodukte
Da ein bundesstaatliches Verbot von THC-Produkten aus Hanf im Jahr 2026 bevorsteht, stellen sich Fragen zur Durchsetzungskapazität und zur Zukunft der 28,3 Milliarden Dollar schweren Hanfindustrie
Key Points
- 1Bundesstaatliches THC-Verbot für Hanfprodukte soll im November 2026 unter neuem Gesetz in Kraft treten
- 2Durchsetzungsunsicherheit bleibt bestehen, da DEA und FDA möglicherweise über keine Ressourcen verfügen
- 3Hanfindustrie, die auf 28,3 Milliarden Dollar geschätzt wird, steht vor potenziellen Störungen
- 4CRS schlägt vor, dass die Durchsetzung dem bundesstaatlichen Ansatz für Marihuana ähneln könnte
- 5FDA wird voraussichtlich bald Klarheit über die Vorschriften für Cannabinoide schaffen
Im November 2026 wird eine bedeutende Änderung des Bundesrechts in Kraft treten, wenn Hanfprodukte, die mehr als 0,4 Milligramm THC pro Behälter enthalten, verboten werden. Diese Änderung folgt auf ein Haushaltsgesetz, das von Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde, um eine Gesetzeslücke im Farm Bill von 2018 zu schließen. Die neue Regelung wird auch THCA-Blüten sowie synthetisch hergestelltes Delta-8- und Delta-10-THC verbieten. Es bleiben jedoch Fragen offen, welche Bundesbehörden dieses Verbot durchsetzen werden, da Bedenken hinsichtlich ihrer Fähigkeit, dies effektiv zu tun, geäußert wurden
Der Congressional Research Service (CRS) hat einen Bericht veröffentlicht, der die Ungewissheit rund um die Durchsetzung des bevorstehenden THC-Verbots für Hanfprodukte hervorhebt. Laut diesem Bericht könnten sowohl die U.S. Drug Enforcement Administration (DEA) als auch die Federal Food and Drug Administration (FDA) nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen, um den Markt für verbotene Hanfprodukte effektiv zu überwachen. Dies hat die Interessenvertreter der Branche und die politischen Entscheidungsträger in einen Zustand der Ungewissheit versetzt, wie die neuen Vorschriften umgesetzt und durchgesetzt werden
Die Hanfindustrie, die jährlich auf etwa 28,3 Milliarden Dollar geschätzt wird, steht vor potenziellen Umwälzungen, da das Verbot näher rückt. Viele Unternehmen, insbesondere solche, die mit hanfderivierten THC-Produkten wie Getränken handeln, prüfen ihre Optionen. Die CRS-Notiz weist darauf hin, dass sich der rechtliche Status dieser Produkte ändern wird, es jedoch unklar bleibt, ob die bundesstaatliche Durchsetzung folgen wird. Die DEA hat in Bundesstaaten wie Texas und Arkansas Razzien durchgeführt, aber diese Maßnahmen waren in ihrem Umfang begrenzt
Der CRS-Bericht legt nahe, dass die Zukunft der Durchsetzung von THC-Verboten für Hanfprodukte dem bundesstaatlichen Ansatz für Marihuana ähneln könnte. Obwohl Marihuana nach Bundesrecht illegal ist, haben viele Bundesstaaten ihre eigenen Vorschriften erlassen, was zu einem Flickenteppich rechtlicher Rahmenbedingungen geführt hat. Wenn berauschende Hanfprodukte nach dem Verbot weiterhin auf dem Markt bleiben, könnten sie ähnlichen rechtlichen Unklarheiten und Durchsetzungsherausforderungen gegenüberstehen. Einige Bundesstaaten könnten sich entscheiden, ihre Gesetze an die Bundesvorschriften anzupassen, während andere möglicherweise weiterhin Hanf-THC unabhängig regulieren
In der Zukunft steht die FDA unter Druck, ihre Haltung zu Cannabinoiden zu klären. Die Behörde wird voraussichtlich bald eine Liste von Cannabinoiden, die aus der Cannabispflanze gewonnen werden, veröffentlichen. Dies könnte Einfluss darauf haben, wie Hanfprodukte in Zukunft reguliert und durchgesetzt werden. In der Zwischenzeit hat der CRS festgestellt, dass die FDA möglicherweise aggressivere Maßnahmen ergreifen wird, um nicht konforme Hanfprodukte vom Markt zu entfernen, aber es bleibt abzuwarten, wie sich diese Bemühungen entwickeln werden