
US Hemp Roundtable fordert dringende Maßnahmen nach neuen Hanfregelungen
Der US Hemp Roundtable fordert sofortige legislative Maßnahmen nach der Neudefinition von Hanf im FY26 Landwirtschaftsappropriationsgesetz, das erhebliche Herausforderungen für die Branche mit sich bringt
Key Points
- 1Neue Hanfregelungen definieren Hanf neu und verbieten Produkte mit über 0,4 mg THC
- 2US Hemp Roundtable äußert Enttäuschung und fordert Maßnahmen des Kongresses
- 395 % der Hanfextraktprodukte sind gefährdet, als Betäubungsmittel der Liste I eingestuft zu werden
- 4Einsatz für ein einjähriges Moratorium bei der Durchsetzung des neuen Hanfverbots
- 5Zusammenarbeit mit Gesetzgebern zur Schaffung eines neuen bundesstaatlichen regulatorischen Rahmens
Als Reaktion auf die jüngsten legislativen Änderungen in der Hanfregulierung hat der US Hemp Roundtable einen Aufruf zum Handeln für die Akteure der Branche veröffentlicht. Das FY26 Landwirtschaftsappropriationsgesetz, das am 24. November 2025 in Kraft trat, enthält Bestimmungen, die Hanf neu definieren und ein Verbot für Produkte mit mehr als 0,4 mg Gesamt-Tetrahydrocannabinol (THC) verhängen. Dieser Schritt schließt eine rechtliche Lücke im Landwirtschaftsgesetz von 2018, hat jedoch erhebliche Bedenken innerhalb der Hanfindustrie ausgelöst
Der US Hemp Roundtable, der ein breites Spektrum von Akteuren der Hanfindustrie vertritt, äußerte Enttäuschung über die neuen Regelungen. Art Massolo, Präsident des US Hemp Roundtable, hob die Frustration der Branche über den Entscheidungsprozess des Kongresses hervor. "Die Unternehmen sind zutiefst enttäuscht über die Entscheidungen des Kongresses und deren Offenheit, falsche Informationen so leicht zu akzeptieren," sagte Massolo. Er betonte die Bedeutung des kommenden Jahres für die Gestaltung der Zukunft der Hanfindustrie und rief zur Zusammenarbeit mit dem Kongress auf, um eine verantwortungsvolle Regulierung sicherzustellen
Die Auswirkungen der neuen Hanfbestimmungen sind erheblich, wobei der US Hemp Roundtable warnt, dass 95 % der derzeit auf dem Markt befindlichen Hanfextraktprodukte als Betäubungsmittel der Liste I eingestuft werden könnten, wenn der Kongress nicht handelt. Diese Einstufung würde die Fähigkeit zur Herstellung von THC-Isolaten erheblich beeinträchtigen und die Cannabinoid-Lieferkette stören. Ein Mitglied des Landwirtschaftsausschusses der Organisation berichtete von potenziellen finanziellen Verlusten von über 1 Million Dollar aufgrund von unverkaufter Biomasse, die aus gebrochenen Verträgen resultiert
Um diese Herausforderungen zu mildern, setzt sich der US Hemp Roundtable für ein einjähriges Moratorium bei der Durchsetzung des neuen Verbots ein. Sie argumentieren, dass diese Verlängerung die notwendige Zeit für Transparenz und Überprüfung bieten würde, um eine informiertere und verantwortungsvolle Lösung zu ermöglichen. Die Organisation unterstützt auch legislative Bemühungen, die von Senator Rand Paul und Mitgliedern der Minnesota-Kongressdelegation geleitet werden, um den Bundesstaaten die Befugnis zu geben, Hanf unabhängig von bundesstaatlichen Einschränkungen zu regulieren
In die Zukunft blickend, arbeitet der US Hemp Roundtable aktiv an der Entwicklung eines bundesstaatlichen regulatorischen Rahmens, um das derzeitige Hanfverbot zu ersetzen. Sie arbeiten mit wichtigen Gesetzgebern zusammen, darunter der Abgeordnete Morgan Griffith und Senator Ron Wyden, die neue Gesetzesentwürfe ausarbeiten. Diese Initiative zielt darauf ab, einen ausgewogenen Ansatz für die Hanfregulierung zu schaffen, der das Wachstum der Branche unterstützt und gleichzeitig die Sicherheit der Verbraucher gewährleistet
Der US Hemp Roundtable wird diese Themen weiter erörtern und seinen strategischen Plan in einem bevorstehenden Webinar am 10. Dezember 2025 skizzieren. Diese Veranstaltung wird voraussichtlich den Interessengruppen detaillierte Einblicke in die legislative Landschaft und die Advocacy-Bemühungen der Organisation bieten. Die proaktive Haltung des Roundtables unterstreicht das Engagement der Branche, ihre Zukunft zu sichern und nachhaltige Hanfpraktiken zu fördern